Wenn man die Aufzeichnungen der Homöopathen bis anfangs unseres Jahrhunderts liest, findet man viele geheilte Fälle von ernsthaften Krankheiten wie Lungenentzündungen, Malaria, Cholera, Thyphus, Tuberkulose usw. – und man wundert sich, wozu die Homöopathie fähig ist. Prinzipiell ist die Homöopathie eine universelle Heilmethode - geeignet sowohl für akute als auch für chronische Erkrankungen. Akute Erkrankungen wie Mittelohren-, Blasenentzündungen, Kinderkrankheiten, Erkältungen usw. sprechen im Allgemeinen sehr schnell auf ein homöopathisch richtig verordnetes Mittel an. Auch chronische Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma, Psoriasis, rheumatische Erkrankungen etc. lassen sich mit Homöopathie erfolgreich behandeln.

 

Bei Menschen, denen Organe entfernt wurden oder deren Organe durch lange Krankheitsdauer erheblich geschädigt sind, ist natürlich auch mit Homöopathie keine vollständige Heilung mehr möglich. Doch lässt sich auch in diesen Fällen der allgemeine Gesundheitszustand oft noch erheblich verbessern. Ein zwingend notwendiger chirurgischer Eingriff kann durch eine homöopathische Therapie jedoch nicht ersetzt werden.

 

Letztendlich hängt es in hohem Masse von den Fähigkeiten und Erfahrungen des behandelnden Homöopathen ab, welche Krankheiten man mit Homöopathie behandeln und heilen kann. Die Arzneiwahl ist eine ausnehmend schwierige Aufgabe - eine wirkliche Heil-"Kunst" - bei der der Homöopath aus ungefähr 2500 homöopathischen Einzelmitteln die passende Arznei auffinden muss. Insbesondere bei komplexen chronischen Erkrankungen benötigt der Homöopath viel Erfahrung und gute Kenntnisse der sogenannten Miasmatik (Lehre der chronischen Krankheiten), um das richtige Mittel herauszufinden. Die Dosis und die Stärke der verordneten Arznei werden der Empfindlichkeit und der Reaktionsfähigkeit des Patienten individuell angepasst.