Der Mittelverabreichung in der Homöopathie lässt sich nicht durch klinische Diagnosen (Migräne, Rheuma, Asthma usw.) bestimmen. Entscheidend sind die Symptome des Patienten, die dann auch eine Arzneimittelwahl ermöglichen.

Die Anamnese, das heißt die gründliche Befragung des Patienten durch den Homöopathen, nimmt in der Homöopathie eine sehr wichtige Stellung ein. Zur Anamnese gehört der spontane Bericht des Kranken, sowie die Begutachtung sichtbarer Krankheitszeichen durch den Therapeuten. Mit gezielten Fragen verschafft sich der Homöopath ein möglichst ganzheitliches Bild vom Patienten. Von Bedeutung sind dabei auch Fragen nach den Schlaf- und Essgewohnheiten, nach bestimmten Vorlieben oder Abneigungen, nach Reaktionen auf bestimmte Wettersituationen, auf Hitze oder Kälte. Frauen werden nach ihrer Menstruation und eventuellen Schwierigkeiten in diesem Zusammenhang befragt.

Bei chronischen Krankheiten sind auch Krankheiten und Beschwerden aus der Kindheit, die Umstände der Schwangerschaft und Geburt, sowie die Krankheiten und Todesursachen in der Familiengeschichte von besonderer Bedeutung.